Basteibrücke

Die Basteibrücke im Nationalpark Sächsische Schweiz
Die Basteibrücke im Nationalpark Sächsische Schweiz

Die Bastei und die Basteibrücke

Das Bild von der Bastei und der Basteibrücke ist weltberühmt und war für mich der Grund, selbst einmal diese Naturwunder in der Sächsischen Schweiz zu erleben. Bei meiner Planung habe ich sehr viel gelesen und mir mühsam die Informationen für den Ausflug zusammengesucht. Nachdem ich nirgendwo so richtig geballt alles gefunden habe, habe ich diese private Webseite angelegt. In mühevoller Kleinarbeit erstelle ich diese Texte selbst und mache die Bilder. So kannst du für deinen Bastei Ausflug oder die Basteibrücke Wanderung alles auf einen Blick finden – von der Anreise, den Beschreibungen samt Bildern bis zu meinen persönlichen Insidertipps.

Basteibrücke Sächsische Schweiz

Die Bastei und die Basteibrücke kennen viele – die Mardertelle nur Wenige. Dabei ist sie der Grund, warum es die Basteibrücke überhaupt gibt. Die Mardertelle ist nämlich die Schlucht, die von der Basteibrücke überspannt wird. Die Brücke war nötig, um die Felsenburg Neurathen zu erreichen. 1826 wurde die erste Basteibrücke gebaut. Sie bestand aus Holz! Für Angreifer wurde sie zur Falle: Wenn sich jemand über die Holzbrücke der Festung genähert hat, wurde sie von der Festung aus zerstört und die Feinde fielen tief in die Mardertelle – daher auch der Name Mardertelle. 1851 wurde die Holzbrücke durch eine Steinbrücke ersetzt. Sie bildet heute noch die Basis für das berühmte Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz.

Tief geht es zwischen den Felsen der Bastei hinunter
Tief geht es zwischen den Felsen der Bastei hinunter

Bastei Sächsische Schweiz

Die Bastei in der Sächsischen Schweiz entwickelte sich Dank der Basteibrücke sehr früh zur meistbesuchten Sehenswürdigkeit der ganzen Region. Berühmte Persönlichkeiten, Maler, Künstler – alles, was Rang und Namen hat – kamen und kommen noch immer zur Bastei. Davon zeugen Bilder und die vielen Posts in den sozialen Medien. Interessant finde ich, dass Caspar David Friedrich (1840 gestorben im nahen Dresden) einige Bilder der Bastei gemalt hat. Sein Werk Felsenpartie im Elbsandsteingebirge schafft es aber in Punkto Bekanntheit nicht an sein berühmtestes Bild von den Wissower Klinken der Kreidefelsen Rügen.

Was ist die Bastei?

Nahezu senkrecht fallen die Felsen der Bastei in Richtung Elbe ab
Nahezu senkrecht fallen die Felsen der Bastei in Richtung Elbe ab

Unter dem Begriff Bastei habe ich anfangs nur die Basteibrücke verstanden. Aber das ist nicht so. Die eigentliche Bastei ist ein 305 Meter hoher Felsen. Er überragt die Elbe um 194 Meter. Fast senkrecht fallen die Felsen ins Elbtal hinab. Die Felsen der Bastei sind ein echtes Naturwunder. Und so war es auch die richtige Entscheidung, diese einmalige Natur zu schützen: Die Bastei wurde bereits 1938 unter Naturschutz gestellt. Das war lange bevor der erste Nationalpark in Deutschland gegründet wurde. Die Bastei war das erste Naturschutzgebiet im Elbsandsteingebirge. Heute ist die Bastei der meistbesuchte Ort der ganzen Region und befindet sich im Nationalpark Sächsische Schweiz. Die Rede ist von 1,5 Mio Besuchen jährlich. Ich persönlich glaube aufgrund meiner Erfahrungen, dass es noch deutlich mehr Besucher sind. Bereits 1954 sollen an einem schönen Samstag oder Sonntag 50.000 Menschen an der Bastei gewesen sein. Das werden heute sicher nicht weniger Personen sein!

Die Basteiausicht gibt es nicht mehr

Bauarbeiten auf der ehemaligen Basteiaussicht
Bauarbeiten auf der ehemaligen Basteiaussicht

Diese Menge an Besuchern fordert auch ihr Tribut: Die ehemalige Aussichtsplattform Basteiaussicht musste im Mai 2016 gesperrt werden. Der Sandstein hatte unter den Besuchermassen gelitten und die Aussichtsplattform war nicht mehr sicher. Nachdem bei näheren Untersuchungen festgestellt wurde, dass der Untergrund der Basteiaussicht Plattform nicht mehr tragfähig ist, wurde die Plattform im Frühling 2019 rückgebaut. Es wird an Plänen einer neuen Basteiaussicht Plattform gearbeitet. Sie soll auf dem vorhanden intakten Fels liegen und die porösen Stellen als Auflagefläche aussparen. Die neue Aussichtsplattform wird die alte Basteiaussicht ersetzen. Bis dahin ist das Gebiet gesperrt.

Aussichtspunkte rund um die Bastei:

Die Basteiaussicht ist aber nicht alles, was sich rund um die Basteibrücke lohnt. Sie war eine der beliebten Aussichtspunkte. Nachdem die Basteibrücke 76,5 Meter lang ist und in 7 imposanten Steinbögen das Tal überspannt, findet du noch mehr beeindruckende Stellen zum Schauen und Bewundern der Natur. Diese beliebten Aussichtspunkte und Aussichtsplattformen sind heute noch zu finden. Sie sind offiziell erlaubt und vom Parkplatz kommend in dieser Reihenfolge zu erreichen:

  • Pavillionaussicht mit Blick auf Basteibrücke (oberhalb von den Schwedenlöchern)
  • Wehlstein-Aussicht (links vor dem Basteihotel)
  • Ferdinands-Aussicht (rechts vor der Basteibrücke)
  • viele Aussichtspunkte von der Felsenburg Neurathen (Auf dem Weg Richtung Rathen links)
  • Kanapee (Auf dem Weg Richtung Rathen rechts)
  • Thiedge-Aussicht (Auf dem Weg Richtung Rathen rechts)

Dazu kommen unzählig viele Aussichtspunkte und Ausblicke, die du von der Basteibrücke selbst erspähen kannst. Auf dieser Webseite stelle ich sie dir vor und wie du sie erreichen kannst. Bei der Gelegenheit der wichtige Hinweis: Bleibe unbedingt auf den offiziellen Wegen und steige nicht über die Absperrrungen! Das ist lebensgefährlich. Außerdem solltest du gute Wanderschuhe tragen. Stöckelschuhe und dergleichen gefährden deine Gesundheit. Du solltest insbesondere auf der Bastei und den Aussichtspunkten nicht ausrutschen. Neben den Wegen geht es teils viele Meter senkrecht in die Tiefe!

Felsenburg Neurathen

So imposant ist die Felsenburg Neurathen auf der Bastei
So imposant ist die Felsenburg Neurathen auf der Bastei

Von der Felsenburg Neurathen gibt es heute nur noch Reste zu sehen. Die ehemalige Burg bestand in erster Linie aus Holz, das auf die Felsen aufgebaut wurde. Nachdem das Holz verschwunden sind, sind heute nur noch die Fundamente im Sandgestein zu sehen. Die erste urkundliche Erwähnung der Felsenburg Neurathen geht auf das Jahr 1261 zurück. Auf einem kleinen Rundweg findest du die Reste der vergangenen Zeit – und einige tolle Blicke auf die Bastei und das Elbsandsteingebirge. Als ich das erste Mal von der Felsenburg Neurathen gelesen habe, konnte ich mir nicht soviel vorstellen. Bei meinem Besuch war ich überrascht, wie toll es da ist! Lies hier meine Eindrücke und schau dir die Bilder an:

Basteibrücke Wanderung

Die beliebte Basteibrücke Wanderung ist etwas Besonderes
Die beliebte Basteibrücke Wanderung ist etwas Besonderes

Um die Basteibrücke besuchen zu können, musst du wandern. Es gibt keine andere Möglichkeit, auf die wohl bekannteste Brücke in Deutschland zu gelangen. Der leichte Weg auf die Basteibrücke dauert rund 20 Minuten und ist im Sommer sehr stark besucht. Ich habe hier den leichten Zustieg im Detail beschrieben. Beachte jedoch: Es sind mehr als 50 Stufen zwischen dem Parkplatz und dem Zugang zur Basteibrücke zu wandern. Mit Rollstuhl oder Kinderwagen ist das nicht möglich. Hier die genaue Beschreibung und viele Bilder:

Schwedenlöcher

Naturwunder Schwedenlöcher - tolle Rundwanderung mit der Basteibrücke
Naturwunder Schwedenlöcher – tolle Rundwanderung mit der Basteibrücke

Auch beliebt und besonders empfehlenswert ist die längere Basteibrücke Wanderung über die Schwedenlöcher. Rund 1,5 Stunden dauert diese Wanderung laut Beschilderung. Wir waren mit vielen Fotos, plus Amselfall, Amselsee und Felsenburg sogar 3 Stunden unterwegs. Für mich ist das die schönste Möglichkeit, um das Gebiet der Bastei samt Basteibrücke zu entdecken. Die Schwedenlöcher sind an sich schon sehenswert. Die Kombination mit Amselsee, Amselfall und der Bastei selbst machen diese Wandertour zu einer der schönsten Wanderungen in Deutschland. Hier unsere Bilder und die komplette Beschreibung:

Basteibrücke Parkplatz

Willst du auch hierher? Dann wirst du wahrscheinlich auch einen Parkplatz brauchen und wissen wollen, wie du hierher kommst. Für alle, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen möchten, gibt es ebenfalls alle Infos rund um die Anreise. Ich habe alles Wissenswerte hier in diesen Beiträgen zusammengefasst:

Bastei Restaurant Sächsische Schweiz

1812 wurde das erste Bastei Restaurant eröffnet. Es war eine einfache Gaststätte – mit Baumrinden geschützt. Heute ist der gesamte Baukomplex auf der Bastei riesig. Für mich persönlich hätte es nicht ein so großes und noch dazu häßliches Gebäude an diesem tollen Platz in der Natur gebraucht. Aber sehr viele Besucher mögen das scheinbar und stürzen sich zum Essen in die Menge der anderen Gäste.

Basteibrücke Tipps merken

Willst du das auch einmal erleben? Aber du weißt noch nicht, wann du dafür Zeit hast? Merk dir eines der Bilder auf Pinterest. So findest du all diese Ideen rund um die Bastei und die Basteibrücke leicht wieder bei deiner Urlaubsplanung. Du kannst diesen Beitrag auch in dein Postfach schicken oder an deine Freunde, mit denen du gerne hierher möchtest – das geht auch per WhatsApp. Klick dazu einfach auf das entsprechende Symbol unter den Bildern:

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